CMP Design | Opt-in Optimierung

Sag´ ja zum Cookie! Aber wie? 9 Tipps mit Praxisbeispielen

Marketeers, SEOs und Wissensbegierige aufgepasst: Sie wollen die Opt-in-Rate Ihres Consent Managements verbessern, wissen aber nicht, wie Sie das am besten bewerkstelligen?

Hier sind Sie an der richtigen Adresse, um die Möglichkeiten einer expliziten Einwilligung besser zu verstehen – und sie dann auf Ihrer eigenen Website umzusetzen.

Das Ausspielen von Cookies (und anderen Webservices) bedarf der Zustimmung des Website-Besuchers. So weit, so bekannt. Doch wer die Zustimmungsraten nach der Integration einer CMP-Lösung (consent management platform) ausgewertet hat, weiß: Die Einwilligung des Users ist kein Selbstläufer.

Unsere 9 Tipps und Ideen zur Einholung der Einwilligung

Dabei gilt die Maxime: dem User die Einwilligung nahelegen.

Wenn Sie jetzt denken, dass nach den Urteilen und Verordnungen nichts mehr möglich ist, liegen Sie falsch. Denn wer suchet, der findet. Wir zeigen Ihnen den Spielraum, den Sie unter den verschärften Anforderungen bezüglich der Einwilligung noch bleibt.

Doch auch hier müssen Grenzen gewahrt werden; sobald die Gestaltung als sog. dark pattern zu qualifizieren ist; der User also in rechtlich relevanter Weise manipuliert wird, hört der Spaß auf.
Wo diese Grenze genau liegt, muss durch sorgfältige Bewertung und Abwägung im Einzelfall geklärt werden

1) Den Content vorläufig unzugänglich machen

Sie können den User am Zugriff auf den Content hindern, bis er sich für eine der gebotenen Alternativen entschieden hat.
Dafür eignet sich beispielsweise das ausgrauen der angezeigten Fläche. Damit dies nicht unter das Kopplungsverbot fällt, müssen Sie den Content auch nach Ablehnung der Cookies sichtbar machen.

Die Grenze dabei: Sie dürfen den Zugriff nicht davon abhängig machen, dass der User für „ja“ optiert.

Die Auswirkungen dieses Modells sind kontrovers: bei manchen Nutzern führt dies zu einer schnelleren Bereitschaft zur Einwilligung. Warum? Der Webseitenbesucher hat Angst, den Content sonst gar nicht zu sehen.

Andere reagieren genervt und verlassen daraufhin die Webseite.

Beispiel: Die Webseite Mirror arbeitet mit dieser Variante. Sie lassen wenige Sekunden freien Blick auf deren Webseite und schieben dann ein graues Feld über den Content.

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Eine gute Lösung liefert Cookiebox. Das Cookie-Consent-Banner verbindet mehrere Strategien miteinander;

das Banner legt sich dezent über den gesamten Bildschirm, der "Akzeptieren"Button ist auffällig, jedoch sind auch die Ablehn- Funktion und die Einstellungen mit einem Klick erreichbar. Darüber hinaus informiert das Banner den Nutzer, warum Cookies verwendet werden.

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2) Ausdrücklichkeit der Einwilligung

Der vorformulierte Einwilligungstext muss eindeutig sein. Schreiben Sie explizit, zu welchen Dingen der Nutzer seine Einwilligung abgibt.

Ein Button „alles klar“ könnte je nach Zustimmungszusammenhang auch bedeuten, dass der User die Kenntnisnahme bestätigt und bietet pauschal keine Rechtsgrundlage für die Verwendung von Cookies.

Ein Beispiel: Bei der Plattform Pinterest findet sich ein kleines Banner am oberen Bildschirmrand. Bei diesem wird nur darauf hingewiesen, dass Cookies verwendet werden. Der "Alles klar!" Button kann hier insofern gewertet werden, dass der Nutzer Kenntnis von der Cookie-Nutzung erhalten hat. Jedoch ist dies noch keine ausdrückliche Zustimmung. Beim Klick auf das Banner erscheint auch nur eine weitere, detailliertere Auflistung. Bei dieser fehlt jedoch erneut ein expliziter Zustimmungs- oder Ablehnungsbutton.

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3) Das „Nein“ vermeiden

Weit verbreitet: oft steht neben dem expliziten „Ja“ für die Zustimmung zu den verwendeten Cookies auch die Option "Mehr Infos". Damit wird der "Nein" Button nicht auf den ersten Blick angezeigt. Die Nutzung von Cookies abzulehnen ist somit erst durch weitere Klicks möglich. Dadurch wird oft schneller eine Zustimmung gegeben.

Beachten Sie jedoch auch hier: erst wenn der Nutzer explizit der Verwendung von Cookies zugestimmt hat, dürfen Sie die nicht erforderlichen Cookies setzen.

Auch oft zu finden: „ja“ und „Später entscheiden“. Wenn der Besucher sich hier für die zweite Möglichkeit entscheidet, müssen Sie als Webseitenbetreiber solange erneut nachfragen, ob die Cookies gesetzt werden dürfen, bis er zustimmt. Davor sind nur erforderliche Cookies zugelassen.

Diese Methode des "ja" und "Mehr Infos" hat sich der FC Bayern zunutze gemacht. Mit Klick auf "Mehr Infos" kann der Nutzer die jeweiligen Cookies in Kategorien sehen und diese manuell abwählen.

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Vorsicht: Das "Nein" vermeiden bedeutet nicht, dass Sie dem Nutzer die Möglichkeit entziehen dürfen, der Verwendung von Cookies zu widersprechen. Der "Ablehn"-Button sollte einfach zugänglich sein oder jedenfalls mit 2 Klicks erreichbar sein.

Beispiel: Das folgende Banner von datenschutzberatung24 wirkt manipulativ und drängt den Nutzer regelrecht dazu, der Verwendung von Cookies zuzustimmen.

Vermeiden Sie solche Cookie-Lösungen; oft hat sich die Konkurrenz an die angezogenen Datenschutzrichtlinien angepasst. Wenn Ihr Cookie Banner negativ auffällt, kann dies auf Ihr Unternehmen zurückfallen.

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4) Optische Gestaltung von Banner und Pop-up

Denn wie allseits bekannt: das Auge isst mit.

Welche Möglichkeiten bieten sich bei der optischen Gestaltung des Consent Banners?

Grundsätzlich ist der Kreativität keine Grenze gesetzt: Dabei können Sie das Design auch individuell an das Design Ihrer Webseite anpassen. Setzen Sie den "Ja" Button farblich ab oder layouten Sie den "Ja" Button wesentlich größer als die anderen Optionen. Wenn Sie hier Farben wählen, die auch dem Design Ihrer Webseite entsprechen, wird das Banner als weniger störend empfunden und eine Einwilligung möglicherweise schneller erteilt.

Achtung: Übertreiben Sie es auch hier nicht. Sonst könnte Ihr Design als Manipulation gewertet werden.

Unser Beispiel: iab.europe hat sich unter anderem auch an dieser Methode bedient. Der "Ich akzeptiere" Button ist farblich abgesetzt und passt zu dem Design der restlichen Webseite. Die "Nein, Danke" Variante verschwindet hingegen fast im restlichen Design des Banners.

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5) In der Formulierung Stellung beziehen

Eine weitere Möglichkeit den Nutzer zur Einwilligung zu bewegen: Bringen Sie eine persönliche Komponente ein und nehmen sie es mit Humor.

Ein Text auf dem "nein"-Button: „no, I want to waste my time“ kann User animieren, in ihrem Sinne zu entscheiden.

Dabei ist die Grenze zur Manipulation auch hier im Einzelfall zu entscheiden.

6) Das Banner übersichtlich halten

Bauen Sie nicht alle erforderlichen Angaben auf den ersten Blick in den Bannertext. Dieser wirkt sonst schnell überladen. Nutzen Sie stattdessen userfreundliche Klappmenüs und verpacken Sie die Inhalte in gut verdauliche Häppchen.

Eine andere Option: verlinken Sie auf die Datenschutzerklärung. Denn in dieser müssen alle Angaben enthalten sein.

Nehmen Sie den Webseitenbesucher an die Hand und führen Sie ihn zur Abgabe der Einwilligung: gutes Design, kurze Wege und das wichtigste direkt im Sichtfeld.

Manche Webseitenbetreiber bauen den "Ablehn"-Button in den Text ein. So fällt dieser jedoch wenig auf. Ob dies zulässig ist oder nicht, ist fraglich. Einerseits wurde die Auflage erfüllt, dem Nutzer die Ablehung der Cookies zu ermöglichen. Andererseits kann dies vielen Nutzern nicht auffallen, wodurch der Eindruck entsteht, dass die Zustimmung der einzig mögliche Weg ist. Falls Sie sich also für diese Variante entscheiden sollten, müssen Sie die Ablehn Funktion ausreichend kennzeichnen. Wenn Sie Fragen dazu haben - melden Sie sich gerne für eine individuelle Einschätzung.

Denn wie knapp es sein darf/kann, ist auch hier abhängig vom Einzelfall.

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7) Textwüsten vermeiden

Auch im Klappmenü sollten Sie Ordnung bewahren. Fassen Sie third-Parties in Kategorien zusammen. So werden die Webseitenbesucher z.B. im Affiliate Marketing nicht von endlosen Listen erschlagen.

Wie genau die rechtliche Lage zur Bildung von Kategorien ist, ist von Land zu Land unterschiedlich. Haben Sie diesbezüglich Fragen - melden Sie sich gerne bei uns!

Unser Beispiel: Medipak Systems. In aufgeklappter- und Original-Version. hier sind alle Cookies in Kategorien gesammelt und tabellarisch gelistet. So kann ein besserer Überblick geschaffen werden.

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8) Eine "schlanke" Entscheidung begünstigen

Wer wenig Zeit hat, klickt lieber auf „Ja“ als auf einen weiterführenden Link. Jedoch müssen Sie es dem User möglich machen, sich zu informieren.

Beachten Sie dabei den Grundsatz der Transparenz und dass das Auffinden der Informationen und insbesondere der Cookie-Einstellungen nicht zu schwierig sein darf.

Haben Sie dies beispielsweise in Unterseiten ausgelagert, dürfen nur wenige Klicks notwendig sein. Wie viele entscheidet auch hier eine Abwägung im Einzelfall. Wir empfehlen: nicht mehr als 2 Klicks.

Unser Beispiel: heise online. Bei dieser Banner-Lösung werden nur die Varianten "Akzeptieren" und "Konfigurieren" angezeigt. Der Nutzer wird durch die farbliche Hinterlegung auf den "Akzeptieren"Button hingewiesen. Falls er sich trotzdem für den "Konfigurieren"Button entschiedet, gibt es dort keinen expliziten "Ablehn"-Button. Der Nutzer hat lediglich die Möglichkeit, die Cookie Cluster zu aktivieren oder zu deaktivieren. Die farbliche Gestaltung dieser Funktion ist darüber hinaus nicht eindeutig und kann den Nutzer verwirren. Vermeiden Sie eine solche Lösung, wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen und nicht in Verdacht geraten zu wollen, den Nutzer zu manipulieren.

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9) Dschungelcamp für User sollte vermieden werden

Nicht mehr grenzwertig dürfte das Verfahren von Huffpost sein.

Denn hier muss sich der Nutzer auf eine schier endlose Reise begeben, um die Verwendung von Cookies abzulehnen. Allein um zu den Einstellungen zu gelangen, muss der nutzer ca. 10 Klicks tätigen … und landet wieder dort, wo er angefangen hat.

Da lässt sich nur noch eins sagen; Nicht gut.

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Fazit

Finden Sie heraus, welche Zielgruppe Ihr Unternehmen oder Ihre Webseite anspricht. Basierend auf dieser Information können Sie Ihr Banner anpassen, um Ihre Einwilligungs-Rate zu verbessern. Nutzen Sie A/B Tests zur Anpassung Ihres Banners oder machen Sie eine Umfrage. Wählen Sie eine visuelle Gestaltung, bei der der Webseitenbesucher stets an die Einwilligung erinnert wird und bei der das Banner nicht beim Scrollen oder weiteren Interaktionen verschwindet.

Haben Sie die erforderlichen Informationen gesammelt, ist es kinderleicht ein passendes Banner zu bauen.

Haben Sie Fragen zu Ihrem derzeitigen Consent Banner oder haben Sie generelle Fragen zum Thema Datenschutz? Dann rufen Sie uns jederzeit gerne an!

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